Giovanna da Por

(Bozen, 1946)

Sie schloss ihr Kunststudium in Carrara ab und erwarb anschließend ihre Lehrbefähigung in Zeichnen und
Kunstgeschichte. Diese Fächer unterrichtet sie auch am wissenschaftlichen Gymnasium E. Torricelli in Bozen.
Im Jahre 1984 begründete sie ihr Atelier und begann mit der Enkaustik-Technik zu malen, wobei sie
Freskoerden aufträgt und damit große Kompositionszyklen auf Wandtafeln schafft. Sie arbeitet für große
Massen, wobei sie das Gewicht der Farbe der Perspektive vorzieht. Es sind Galionsfiguren, die Schiffe auf
ihren Schultern tragen, eine Metapher für die Mühsal der Frauen, sowie Städte, die auf Platten in den Raum
geworfen werden oder Golfspielerinnen in hieratischen Posen. Mit dem Werk „VIA RUBBIA“ wurde sie 1987
von Piero Siena für die Ausstellung „Panorama e Panorama“ ausgewählt, zudem nahm sie an zahlreichen
nationalen und internationalen Wettbewerben und Veranstaltungen teil und erhielt bedeutende
Auszeichnungen. Ihre Werke finden sich in öffentlichen Gebäuden, Kirchen und Privatwohnungen in Italien
und im Ausland. Es handelt sich um eine autodidaktische Kunst, die sich mit Atomkraft, Ökologie, Krieg und
der Situation der Frauen auseinandersetzt. Seit 2000 arbeitet sie mit harzgehärtetem Seidenpapier,
Moskitonetzen und anderen transparenten Materialien.

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Time Code - Centro Storico (ARTT179)